Nachrichten

Tagesthema
Brennpunkte
Politik
Ticker
Wirtschaft
Computer
Wissenschaft
Börse
Wetter
Archiv

Sportsline

Topnews
Fußball
Motorsport
Tennis
Radsport
Leichtathletik
US-Sport
Funsport
Eishockey
Handball
Basketball
Boxen
Sportmix
Service

Serviceline

Computer + Multimedia
Technik + Neue Medien
Auto + Verkehr
Geld + Recht
Beruf + Bildung
Bauen + Wohnen
Frau + Familie
Garten + Umwelt
Gesundheit
Ernährung
Jugend
Lifestyle + Mode
Reisen + Tourismus

Starline

Buch
Fernsehen
Film
Kultur
Leben
Leute
Musik

Sidebar

Netscape 6
Opera 6
Mozilla

 
   
Geld und Recht
 
       
       
   

Einträge bei Schufa und Co. prüfen

Von Alexandra Bülow, dpa

Berlin (dpa/tmn) - Bei Kaufverträgen werden Daten der Käufer oft an Auskunfteien weitergegeben. Firmen nutzen diese Angaben, um die Kreditwürdigkeit neuer Kunden einzuschätzen. Verbraucher sollten daher einen Blick auf ihre Daten haben.

Überprüfung schützt vor Überraschungen Der eine schließt einen neuen Handyvertrag ab, der andere bestellt online neue Jeans. Ganz selbstverständlich, ohne Bedenken. Dabei stimmen die meisten bei dem Kauf oder mit der Unterschrift unter dem Vertrag auch einer Klausel zu, die die Weitergabe ihrer Daten an Dritte erlaubt. Das muss nicht problematisch sein - kann es aber werden. Denn die Daten werden an Auskunfteien wie die Schufa oder Creditreform gemeldet.

Einmal im Jahr kann jeder Mensch eine kostenlose Auskunft über seine Daten verlangen - und zwar bei jeder einzelnen Auskunftei. «Dieses Recht sollte man nutzen», rät Dieter Korczak, Leiter der GP Forschungsgruppe in München. Der Wissenschaftler untersuchte mehrmals, wie zuverlässig Auskunfteien mit den Daten umgehen. «Dabei haben wir festgestellt, dass die gespeicherten Daten oft veraltet oder fehlerhaft sind. Kredite etwa waren noch aufgeführt, die längst abgelaufen und getilgt waren.» Das mindert die Bonität.

Das ist es, was die meisten Menschen eigentlich unter einem «Schufa-Eintrag» verstehen. «Tatsächlich haben 91,3 Prozent der Personen im Schufa-Datenbestand ausschließlich positive Daten», sagt Andreas Lehmann von der Schufa. Kein Anlass, um sorglos zu sein, warnt Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. Verbraucher sollten ihre Daten auch abfragen, wenn sie sich immer redlich verhalten - zu hoch sei die Fehlerquote. Für die Kunden der Auskunfteien - darunter sind Banken, Versandhändler oder Telekommunikationsunternehmen - sind die Daten eine wichtige Basis. Denn so können sie sich ein Bild davon machen, wie das Zahlungsverhalten eines neuen Kunden bislang aussah.

Dafür bedienen sie sich eines Scores. Dieser Prozentwert wird aus den gesammelten Daten berechnet. Der Zweck: Der Score soll die Wahrscheinlichkeit zeigen, wie verlässlich ein Kunde einen Kredit zurückzahlen wird. Mit diesem automatisierten Scoring soll die Kreditentscheidung schneller, objektiver und kostengünstiger sein.

Ein höchst umstrittenes Verfahren. «Es ist nicht bekannt und damit nicht nachvollziehbar, wie aus den Daten mit welcher Gewichtung der Score berechnet wird», kritisiert Korczak. «Menschen haben immer wieder Ärger wegen eines Scores», ergänzt Pauli. Ein schlechter Score könne zum Beispiel bedeuten, dass derjenige zwar einen Kredit bekomme, aber zu schlechteren Bedingungen.

«Verbraucher sollten sich bei der Auskunft über ihre Daten auch ihren Score-Wert geben lassen», empfiehlt Korczak. «Liegt er unter 95, sollte man nachfragen, wie er zustande kommt.» Zudem errechnen viele Banken zusätzlich ihre eigenen Scores und nehmen diese zum Score-Wert der Auskunftei hinzu. Daher sei ihr Score bei einer Kreditvergabe eben nur ein Element von vielen, argumentieren die Auskunfteien. «Es fließt auch die eigene Erfahrung eines Kreditinstituts mit dem Kreditnehmer ein, außerdem Informationen über Einkommen, Vermögen oder Sicherheiten wie Immobilien. Solche Daten werden definitiv nicht von der Schufa gespeichert», sagt Lehmann.

Der Score sei daher völlig überflüssig, hält Korczak entgegen und wird von Verbraucherschützer Pauli unterstützt: «Wir beobachten, dass der Score starken Einfluss auf Entscheidungen haben kann.» Daher ist es nicht nur ratsam, dem Tipp von Lehmann zu folgen: «Zahlen Sie Raten immer pünktlich, und gleichen Sie im Falle des Verzuges sofort aus.» Man sollte es auch mit Dieter Korczak halten: «Geben Sie nur die Daten von sich heraus, die wirklich nötig sind.»


 
       
     
     
  [© pipeline]
 
 
Übersicht Geld und Recht


  Aktuell

 Sparer sollten Dividenden wieder anlegen

 Bei Vergleich nach Unfall auch an Spätfolgen denken

 Risiko bei Mittelstandanleihen gut abwägen

 Private Umzugskosten befreien nicht von Unterhaltspflicht

 Geldgeschenke der Eltern mindern Hartz-IV-Leistungen

 Beschädigte oder geöffnete Verpackung ist kein Mangel

 Arbeitslosengeld darf nach Elternzeit geschätzt werden

 Günstige Bauzinsen: Angebote vergleichen spart Geld

 Große Preisunterschiede bei Restschuldversicherung

 Focus-Bestsellerliste: Alles dreht sich ums Essen

 E-Books können nicht verschenkt werden

 Weniger Deutsche spenden - dafür aber öfter

 Neues Girokonto - Worauf Bankkunden achten sollten

 Arbeitslosenhilfe bei Risikoschwangerschaft

 Testament zu zweit: Ehepartner kann später beitreten

 Internet-Auktion gilt auch bei vorzeitigem Abbruch

 Aktien mit Dividende: Worauf Anleger achten sollten

 Bei ausländischer Bank auf Einlagensicherung achten

 Mit wenig Einsatz viel erreichen - Tipps für Anleger

 Ehegatte muss Pflegekosten tragen

 Worauf es Bankberatungs-Protokollen ankommt

 Müllabladungen vom Nachbarn können untersagt werden

 

  Berichte

 Was bei der Honorarberatung wichtig ist

 Diese Sonderausgaben senken die Steuerlast

 Attraktive Rendite: Was bei Mittelstandsanleihen zählt

 Werbungskosten - Welche Ausgaben absetzbar sind

 Riskante Ware: Produktfälschungen sind gefährlich

 Bei elektronischer Steuererklärung Fehler vermeiden

 Worauf es bei den Riester-Mitteilungen ankommt

 Bäckerbonds und «Wurstaktie»: Rendite zum Anfassen

 Was ein Jobverlust für den Baukredit bedeutet

 Einträge bei Schufa und Co. prüfen

 Absicherung für Selbstständige: Die Rürup-Rente

 Fördergelder für den altersgerechten Umbau

 Das P-Konto: Was bei einer Pfändung wichtig ist

 Kursverluste nagen am Geldvermögen

 Kassenfusionen: Was Versicherte wissen sollten

 Was bei Stifterdarlehen wichtig ist

 

  Steuer Rat

 Zinshöhe bei Nachforderungszinsen - Klagefrist ein Jahr

 Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit teilweise steuerfrei

 Elektronische Datenmeldungen an Finanzamt prüfen

 Fehlende Bankbescheinigung - Verlängerung beantragen

 Entfernungspauschale gilt nur einmal pro Tag

 Viele Steuererklärungen müssen elektronisch sein

 Vermietung unter Marktniveau - Was zu beachten ist

 Eltern können Kosten für Au-pairs absetzen

 Absetzbarkeit von Beiträgen für Arbeitsrechtsschutz

 Fahrtkosten zur Bildungseinrichtung absetzbar

 Leerstand oder Mietausfall: Grundsteuer zurückholen

 Privatversicherte: Erstattete Kosten nicht absetzbar

 



Tagesthema | Wissenschaft | Brennpunkte | Wirtschaft | Computer | Politik | Sport | Wetter | Homepage