Wermelskirchen
Mittwoch, der 19. Juni 2013


Zusammenarbeit noch nie so gut

Für eine so stark auf Kameradschaft und Vertrauen basierende Gemeinschaft wie die Feuerwehr Wermelskirchen ist, anders als bei den meisten Vereinen, eine starke Präsenz bei der Jahreshauptversammlung eine Selbstverständlichkeit.

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In Wermelskirchen, das hat sich auch bei auswärtigen Gästen rumgesprochen, ist ein ganz besonderer Anreiz zur Teilnahme seit Jahren der "etwas andere Jahresbericht" des Hauptamtlichen Torsten Raspe.

Als stellvertretender Wehrleiter begrüßte Ingo Mueller Vertreter aus Politik und Verwaltung ebenso wie die Feuerwehr-Kameraden bis zur Ehrenabteilung; besonders aber die inzwischen auf stattliche 45 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 18 Jahren angewachsene Jugendfeuerwehr, "um die uns viele im Umkreis beneiden".

Bürgermeister Eric Weik sagte, dass noch vor einem Jahr der aktuelle finanzielle Notstand von niemandem auch nur zu erahnen gewesen sei. "Die Feuerwehr ist derzeit trotzdem von Einsparungen noch nicht betroffen, aber was noch nötig werden wird, das wissen wir alle noch nicht."

"Auch die Verwaltung", so Wiek, müsse mit immer weniger Personal die gleichen oder sogar mehr Aufgaben abdecken. "Deshalb bin ich auch im Namen der Verwaltung und Politik dankbar für das Engagement, mit dem Sie alle gerade auch in der Freiwilligen Feuerwehr extrem für andere und völlig uneigennützig Freizeit und auch Gesundheit riskieren. Ihr Einsatz ist unbezahlbar."

Wehrleiter Peter Thiel stellte dankbar fest, dass "ich in diesem Jahr für die Haushaltsgespräche keine Magentabletten gebraucht habe. Es ist alles prima gelaufen."

Wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Roger Machill, sah Thiel aber auch die Interessenverbände der Feuerwehr vor allem auf Kreis- und Landesebene in der Pflicht, der Politik klar zu machen, dass bei immer aufwändigeren Brandschutzkonzepten für immer mehr Personal immer mehr Geld gebraucht werde.

Mit viel Beifall trat Torsten Raspe zum Jahresbericht ans Mikrofon. Er dankte den Kameraden. "Ich bin seit 24 Jahren dabei, aber noch nie ist es in der Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlern und Freiwilligen so gut gelaufen wie jetzt."

Wie immer, würzte Raspe die nüchternen Fakten mit persönlichen Anmerkungen, beispielsweise zum Unfall des Chemikalien-Transporters am 1. Juni 2011 in Ostringhausen: "Wir können uns alle noch erinnern, dass wir als Jugendliche gerne mal an Lösungsmitteln geschnüffelt haben. Aber hier hat die Menge einfach nur gestunken, und wir mussten prüfen, wie viel in den Gully gelaufen war."

Zahlreiche nicht gestellte, aber sehr persönliche Schnappschüsse aus dem Feuerwehr-Alltag begeisterten die Versammlung, die mit langem Applaus klarstellte, dass Raspe aus der Nummer als Berichterstatter wohl nicht mehr rauskommt.

Vor der Jahreshauptversammlung hatte der Förderverein Bilanz eines erfolgreichen Jahres gezogen und in seinem Haushaltsplan für 2012 rund 6.500 Euro für unterstützende Maßnahmen bereitgestellt.

Die Hauptversammlung des Fördervereins bestätigte den Vorstand mit Helga Loepp, Dieter Hermanns (Stellvertreter), Helmut Preyer (Geschäftsführer und Kassierer), Torsten Raspe (Schriftführer), sowie Friedel Hulverscheidt und Eginhard Menz als Beisitzer und Peter Thiel als geborenem Mitglied.

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