Devisen: Euro fällt wieder unter 1,32 Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch nach einem deutlichen Anstieg
im frühen Handel wieder zurückgefallen und unter die Marke von 1,32 US-Dollar
gerutscht. Im Zuge einer schwachen Eröffnung an den New Yorker Aktienmärkten
habe auch am Devisenmarkt die Kauflaune einen Dämpfer erhalten, erklärten
Experten die Kursverluste der Gemeinschaftswährung. Im Nachmittagshandel
rutschte der Euro auf ein Tagestief bei 1,3185 Dollar, nachdem der Kurs am
Morgen noch etwa ein US-Cent höher stand. Am frühen Nachmittag legte die
Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3225 (Dienstag: 1,3198)
Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7561 (0,7577) Euro.
"Mit leichten Kursverlusten an den Aktienmärkten ist auch der Euro unter
Verkaufsdruck geraten", beschrieb Devisenexperte Harwig Wild vom Bankhaus
Metzler den Handel. Es fehlten die marktbewegenden Impulse. Es standen kaum
Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Trotz der aktuellen Kursverluste zeigt
sich für den Experten Wild seit Beginn der Woche im Großen und Ganzen das
gleiche Bild: "Der Handel an den Devisenmärkten tritt auf der Stelle."
Trotz eines zuletzt starken Kursrückgangs bei Staatsanleihen, die als
besonders sicher gelten, und trotz schwacher Konjunkturdaten aus China habe sich
der Euro "bisher immer noch erstaunlich stabil gezeigt", so der Experte vom
Bankhaus Metzler. Eigentlich hätte die Gemeinschaftswährung stärker zurückfallen
müssen. Dagegen bewegt sich der Euro bereits seit mehr als zwei Wochen in der
vergleichsweise engen Spanne zwischen 1,30 Dollar und 1,33 Dollar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,83495 (0,83220) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 111,11 (110,48)
japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2058 (1,2059) Schweizer Franken <CHFVS.FX1>
fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.649,25
(Vortag: 1.656,75) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 39.480,00
(39.450,00) Euro.