Devisen: Euro leicht unter Druck - Ruhiger Handel
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag leichte
Kursverluste verzeichnet. Mangels marktrelevanter Konjunkturdaten blicken die
Anleger vor allem auf den EU-Gipfel in Brüssel. Doch auch dort ist die
Nachrichtenlage dünn. Gegen Mittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung
1,3242 US-Dollar, nachdem sie am Morgen mit 1,3311 Dollar in den Handel
gestartet war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am
Donnerstagmittag auf 1,3312 (Mittwoch: 1,3443) Dollar festgesetzt.
Händler bezeichneten die Situation an den Devisenmärkten als entspannt. Da
kaum Konjunkturdaten veröffentlicht werden, konzentrieren sich die Anleger auf
den zweiten Tag des EU-Gipfels. Die Staats- und Regierungschefs versuchen sich
nach Einschätzung von Lutz Karpowitz, Devisen-Experte der Commerzbank, an der
"Quadratur des Kreises": Mehr Wachstum, ohne die Konsolidierung der
Staatsfinanzen zu vernachlässigen und eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.
Auch wenn das Thema in Brüssel offiziell nicht auf der Agenda steht, dürfte
die Finanzmärkte jedoch vor allem die Frage nach einer möglichen Aufstockung des
dauerhaften Rettungsschirms ESM interessieren. Verschiedene Medien hatten
zuletzt berichtet, dass Deutschland seine Blockadehaltung langsam aufgibt. Die
Regierungschefs wollen aber frühestens Ende März eine Entscheidung
treffen.