Wirtschaft
Mittwoch, der 22. Mai 2013


Devisen: Euro leicht unter Druck - Ruhiger Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag leichte Kursverluste verzeichnet. Mangels marktrelevanter Konjunkturdaten blicken die Anleger vor allem auf den EU-Gipfel in Brüssel. Doch auch dort ist die Nachrichtenlage dünn. Gegen Mittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3242 US-Dollar, nachdem sie am Morgen mit 1,3311 Dollar in den Handel gestartet war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,3312 (Mittwoch: 1,3443) Dollar festgesetzt.

Händler bezeichneten die Situation an den Devisenmärkten als entspannt. Da

kaum Konjunkturdaten veröffentlicht werden, konzentrieren sich die Anleger auf

den zweiten Tag des EU-Gipfels. Die Staats- und Regierungschefs versuchen sich

nach Einschätzung von Lutz Karpowitz, Devisen-Experte der Commerzbank, an der

"Quadratur des Kreises": Mehr Wachstum, ohne die Konsolidierung der

Staatsfinanzen zu vernachlässigen und eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.

Auch wenn das Thema in Brüssel offiziell nicht auf der Agenda steht, dürfte

die Finanzmärkte jedoch vor allem die Frage nach einer möglichen Aufstockung des

dauerhaften Rettungsschirms ESM interessieren. Verschiedene Medien hatten

zuletzt berichtet, dass Deutschland seine Blockadehaltung langsam aufgibt. Die

Regierungschefs wollen aber frühestens Ende März eine Entscheidung

treffen.

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