Wirtschaft
Mittwoch, der 22. Mai 2013


Devisen: Euro klettert im frühen Handel zurück über 1,34 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat einen Teil seiner Vortagesverluste am Dienstagmorgen wieder aufgeholt. Im frühen Handel kletterte die europäische Gemeinschaftswährung zügig zurück über die Marke von 1,34 US-Dollar. Die Aussicht auf die nächste Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) sorge für Kursauftrieb, sagten Händler. Zuletzt kostete der Euro 1,3440 Dollar, nachdem er bei 1,3398 Dollar in den Handel gestartet war. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3388 (Freitag: 1,3412) Dollar festgesetzt.

Am Mittwoch können die Geschäftsbanken der Eurozone zum zweiten Mal für drei

Jahre unbegrenzt Mittel zum Niedrigzins von derzeit 1,0 Prozent bei der EZB

ausleihen. Die Liquiditätsflut habe das Zeug, bereits im Vorweg eine kleine

Risikorallye auszulösen, sagten Händler. Allerdings könnten zunächst neue

Negativschlagzeilen zur Schuldenkrise den Handel beeinflussen. In der Nacht

hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) das pleitebedrohte Griechenland

auf "Selective Default" (partiellen Zahlungsausfall) herabgestuft. Nun könnten

Kreditausfallversicherungen fällig werden. S&P setzte zudem den Ausblick für den

Euro-Rettungsfonds EFSF auf "negativ".

Datenseitig dürften vor allem die deutschen Verbraucherpreise und die

US-Auftragseingänge langlebiger Güter für erhöhte Aufmerksamkeit unter

Investoren sorgen. Darüber hinaus ist das GfK-Konsumklima zu beachten. Eine

fortgesetzt gute Laune bei den deutschen Verbrauchern sollte nach Einschätzung

der Landesbank Hessen-Thüringen dazu beitragen, dass Deutschland nicht in eine

Rezession abrutscht. Mit dem Wirtschaftsvertrauen der Eurozone steht ein

weiterer Stimmungsindikator des Monats Februar auf der Agenda.

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