Jahreshauptversammlung des Kulturvereins
Die Jahreshauptversammlung des Kulturvereins hat am Donnerstag einen neuen Vorstand, das heißt den bisherigen wiedergewählt. Und den Programmbeirat bestätigt, von dem heute noch niemand weiß, ob er jemals wieder aktiv werden kann.
Die Beschreibung der lebensbedrohlichen Situation (WGA vom 8. Februar) durch die Vorsitzende Christel Reetz hat Bestand. Manfred Schmitz-Mohr hatte ausgerechnet, dass die dem städtischen Zuschuss entsprechende Summe (30 000 Euro) aufgebracht werden könnte, wenn jeder Theaterabend pro Person 7,50 Euro mehr koste.
Es sind freilich nicht nur diese 30 000 Euro, sondern auch noch einmal die gleiche Summe an Zuschuss durch die Kulturstiftung der Stadtsparkasse, die wegfielen, 20 000 Euro an Personalkosten für Nadja von Foller, der Druck des Programms - und die Frage, was das Publikum mitzutragen bereit ist, sagte u.a. 2. Vorsitzende Gisela Lange ("Wir haben die Hoffnung auf irgendeine positive Entwicklung noch nicht aufgegeben").
Peter Scheben regte an, bei bleibenden Preisen die Zahl der Theaterstücke von vier auf drei pro Ring zu senken; ferner ist seine Idee, es mal mit den vielen kleinen, aber "hervorragenden" Theatern in Köln zu versuchen. Von Foller und Programmbeirat Hartmut Engelbrecht verwiesen auf die Zugkraft bekannter Namen und darauf, dass das Publikum bei einem von vier Stücken die Augen zudrücke, bei mehr nicht. Jürgen Scholz versprach für den Vorstand, die Anregung dennoch zu vertiefen.
Wenn die Abonnements für die Spielzeit 2012/ 13 verschickt werden, will der Kulturverein fragen, welche Summen die Abonnenten zu zahlen bereit wären. Das wird im Sommer sein. Traditionell liegen die Programme an Pfingsten dem WGA bei. Dann beginnt der offizielle Vorverkauf. Abonnenten haben ein Vorgriffsrecht (siehe "Das Beste von Loriot"). Prüferin Christa Schmitz bestätigte gestern die sehr übersichtliche Kassenführung von Daniela Rauschert und beantragte die einstimmig gewährte Entlastung durch die Mitglieder.
Der Haushaltsplan 2012 hat ein - ausgeglichenes - Volumen von gut 103 000 Euro. Fast 100 000 Euro werden wiederum die Bühnen und der Einsatz von Hilfskräften kosten.
KULTURVEREIN
- DER VORSTAND besteht aus Christel Reetz (Vors.), Giselas Lange (Vize), Nadja von Foller (Geschäftsführerin), Jürgen Scholz (Vize), Daniela Rauschert (Kassiererin), Erika Schröder (Vize) sowie Jochen Bilstein (Beisitzer).
- PROGRAMMBEIRÄTE sind Klaus Seeger und Norbert Kellner (Kulturausschuss), Silke Vogel, Christa Schmitz und Hartmut Engelbrecht.