Der Opfer rechter Gewalt gedenken
(nal). Punkt 12 Uhr, die Glocken läuten. Im "Blauen Salon" des Rathauses kehrt Schweigen ein, ein Schweigen, um der Opfer rechter Gewalt zu gedenken. Das war gestern nicht nur in Rade so, sondern bundesweit: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen.
Viele Rathaus-Mitarbeiter waren gekommen, um Flagge zu zeigen. "In Deutschland sind Menschen, die dem Schutz des Staates vertrauten, von rechtsradikalen Verbrechern ermordet worden", sagte Bürgermeister Dr. Josef Korsten.
Und auch in Rade ginge es mittlerweile über Schmierereien hinaus, nachdem ein Polizeibeamter angegriffen worden sei. "Wir haben vor Ort Menschen, die die Demokratie, die Werte unserer Verfassung torpedieren wollen", warnte Korsten. Rade gelte da als trauriges Beispiel: Gestern Nachmittag erwartete er ein Fernsehteam, das die Bergstadt zu diesem Thema in den Fokus genommen hatte.