Nach Waldbrand: Glutnester in einem Meter Tiefe
HERZOG JULIUSHÜTTE. Weit mehr als 400 Feuerwehrleute waren bisher im Einsatz, um den Waldbrand bei der Granetalsperre zu löschen. Vier Fahrzeuge wurden dabei samt ihrer Mannschaften vom Qualm eingeschlossen und benötigten Hilfe.
Der Vorfall hatte sich bereits zu Beginn des Einsatzes am Montag ereignet. Die Fahrzeuge aus Goslar befanden sich auf dem oberen Weg des Hüttenwaldes, als ihnen der Qualm die Sicht nahm – es ging weder vor noch zurück. Über Funk wurden die Mitglieder der Langelsheimer Feuerwehr, die in unmittelbarer Nähe waren, um Hilfe gebeten. Sie arbeiteten sich mit massiven Wassereinsatz zu den Kameraden vor und ermöglichten ihnen den Abzug.
Am Dienstag stieg über dem verbrannten Waldstück eine kleine Rauchsäule in den Himmel. An Arbeit mangelte es den Einsatzkräften trotzdem nicht. Erneut unterstützt von etwa 150 Soldaten des Luftwaffenausbildungsregiments I in Goslar, suchten sie das 8,5 Hektar große Gebiet auf Brandnester ab. Dazu mussten sie mit Äxten, Schaufeln und Kettensägen zahlreiche Baumstuken zerlegen: Noch in einem Meter Tiefe fanden die Kräfte glühendes Holz.
Bis zum Abend reduzierte Kreisbrandmeister Manfred Friedrich die Zahl der Feuerwehrleute weiter. Für die nächtliche Brandwache sollen lediglich noch etwa drei Tanklöschfahrzeuge eingesetzt werden.
Frank Campen von den Harzwasserwerken schätzte den Schaden auf bis zu 70.000 Euro. Unklar ist weiter die Brandursache. Die Polizei hat keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden.wind